Leserbrief (2021) – Bund könnte Seilbahn zahlen

Leserbrief zum Bericht vom 16.02.2021 Lahrer Zeitung

Bund könnte Seilbahn zahlen

Als ehemaliger Einwohner von Niederhausen verfolge ich noch immer mit großem Interesse das „Treiben“ des Europa Parks.

Der endlose Ausverkauf der Heimat hat mich u.a. dazu gebracht diese zu verlassen, da ich es nicht mehr ertragen konnte, wie alles nur noch dem Mammon geopfert wurde.

Wie kann man auch nur auf den Gedanken kommen, ausgerechnet in dem Naturschutzgebiet „Taubergießen, eine Seilbahn zu bauen, nur um den Spaßfaktor zu befriedigen.

Es schlägt dem Faß den Boden aus, dass dieser Freizeitpark, der durch seinen Verkehr einer der großen Umweltverschmutzer ist, auch noch Steuergelder dafür bekäme, dass er ein Naturgebiet von europäischem Rang schädigen würde.

Wie kann man als CDU-Landtagsabgeordneter allen Ernstes auf solch eine Idee kommen, Gelder für den großen Europa Park geben zu wollen.

Gleichzeitig schafft es die Regierung, also auch die CDU nicht, für die pandemiebedingt notleidenden kleinen Selbständigen und Einzelhändler die versprochenen Hilfsgelder zu organisieren.

Wer zieht im Hintergrund die Strippen, an dem auch der Landtagsabgeordnete hängt? Der kleine Mann wird mit Sicherheit solch einen Mandatsträger nicht mehr wählen.

Um diesem unsäglichem Treiben Einhalt zu gebieten, müssen sich der Bürgerinitiative (BI) „jetzt langts“, noch mehr Menschen anschließen.

Albert Doninger,
Marleben (Wendland Nds.)


16.02.2021 Lahrer Zeitung – Bund könnte Seilbahn zahlen

Gegendarstellung zum Bericht der Badischen Zeitung vom 31.12.2021 „Europapark will Verbrauch drosseln“

Die Europaparkmitarbeiter Gehring und Klaiber bezeichnen den Europapark aktuell als nachhaltig, von ressourcenschonendem Arbeiten wird gesprochen. Ein Versuch, den Europapark als ökologisch wertvoll darzustellen? ( Green Washing)

Licht, das die ganze Nacht leuchtet, mag zwar werbewirksam sein und Besucher anlocken, zugleich stört es aber Mensch und Tier und verbraucht viel Energie.

Ökologisch wäre allein, alle überflüssigen Lichtquellen abzuschalten!

Auch wenn die Zahl des selbst erzeugten Stromes von 30% stimmen würde, so wird der Löwenanteil in Blockheizkraftwerken erzeugt, die Gas verbrennen und CO2 freisetzen. Um den Energiebedarf des Europaparks durch solar erzeugten Strom zu decken, würde man eine Fläche benötigen, die größer ist als die 95 Hektar Fläche des Parks selbst. Das würde theoretisch aber auch nur funktionieren, wenn die Sonne scheint.  

Fragwürdig bleibt auch die hohe Müllrecyclingrate, hat man doch noch in den vergangenen Jahren aus wirtschaftlichen Gründen die weiß eingefärbten Weihnachtsbäume mitsamt ihrer Beleuchtung geschreddert.

Dass der Europapark versucht hat Gebäudeflächen zu begrünen, hat wohl mehr mit Imagepflege zu tun als mit Ökologie. Hat man doch erst unlängst für den Bau des Wasserparks 40 Hektar wertvollste Flächen zubetoniert. An dieser Tatsache können auch einige, auf Parkplatzflächen aufgestellte Bienenhotels und Nistkästen, nicht hinwegtäuschen.

Zum Wasserverbrauch und den Angaben des Europaparks bleibt zu sagen, dass nicht nur die Gemeinde Rust, sondern auch das Landratsamt und das Regierungspräsidium keine Angaben über den tatsächlichen Wasserverbrauch des Europaparks haben.

Es müssen enorme Größenordnungen sein, aber anscheinend soll davon nichts öffentlich werden. Der gewaltige Wasserverbrauch in der Region wird natürlich auch von den ständig neu entstehenden Hotels im näheren Umland angeheizt.

Dabei gilt es zu bedenken, dass viele Umlandgemeinden zur Versorgung der Bevölkerung  auf der Suche nach geeigneten Grundwasserquellen sind, so hat z.B. Herbolzheim hierfür bereits 800.000 Euro an Steuergeldern investiert.

Der täglich 2malige Halt des ICE´s in Ringsheim ist grundsätzlich positiv zu bewerten, allerdings sind die Beförderungskapazitäten von 430 Personen pro Zug und Fahrt ein Tropfen auf den heißen Stein gemessen an der Gesamtzahl der Besucher des Europaparks ( s. Pressebericht in der BZ vom 2.6.21).

Fazit: solange Wachstum als Gesellschaftsmodell das Maß aller Dinge ist, wird der Bedarf an Energie und Wasser steigen, es gibt keine Form der Energiegewinnung, welche nicht in die Natur, in die Ökologie, eingreift!

Diesem Diktat ist auch der Europapark unterworfen.

Ohne Verzicht auf Wachstum, keine Ökologie. Alles andere ist schöner Schein!

Das Nachhaltigkeitsteam des Europaparks ist ob seiner schier unlösbaren Aufgabe nicht zu beneiden und dient wie so vieles eher der Imagepflege.  Wir müssen endlich sagen: „jetzt langt´s!“

BI Jetzt langts


Badische Zeitung vom 31.12.2021 – Wie der Europa-Park den Verbrauch drosseln will / Überschrift wurde geändert in: Wie der Europa-Park auf Nachhaltigkeit setzt

Leserbrief zum umstrittenen Baugebiet Pfannenstiehl in Kenzingen

Leserbrief zur Gemeinderatssitzung vom 18.11.2021 zum Tagesordnungspunkt Bebauung Pfannenstiel

Schade, dass die Fragen der Bürgerinnen und Bürger, wie z.B. „Weshalb eine solch massive Bebauung?“, „Warum mehr als 1000 neue Einwohner?“, „Weshalb dieses ökologisch hochwertige Gebiet zerstören?“, allesamt vom Gemeinderat unbeantwortet blieben.

Es gab auch keine Antwort auf die Frage, warum die Stadt Kenzingen ein Gebiet zur Bebauung ausweist, in welchem sie selbst keine Grundstücke besitzt. Auch die Frage nach den Folgekosten, wie z.B. Kindergartenplätze, Schulen, Sport, Kultur und vieles mehr, welche letztendlich ausschließlich die Bürgerinnen und Bürger zu tragen haben, blieb an diesem  Abend unbeantwortet. 

Im weiteren Verlauf dieser Sitzung kam das Thema der fehlenden Kindergartenplätze zur Sprache. Bürgermeister Guderjan wies darauf hin, dass bereits jetzt keine Plätze mehr vorhanden seien und zur Lösung des Problems nun Container aufgestellt werden müssen. 

Zur Bemerkung, „die Investoren wurden nicht gehört“, sei gesagt, dass es nicht darum geht, wie bebaut wird, sondern, ob überhaupt bebaut wird. Darüber haben nun die Bürgerinnen und Bürger zu entscheiden.


Badische Zeitung vom 19.11.2021 – Was den Pfannenstiel betrifft, entscheiden jetzt die Bürger

Badische Zeitung vom 19.11.2021 – Ein Erfolg für die Demokratie in Kenzingen

Leserbrief „Ein Baugebiet wird klimaneutral“

Leserbrief zum Artikel in der Badischen Zeitung vom 26.11.2021 „Ein Baugebiet wird klimaneutral“

Ein Baugebiet wird Klimaneutral ( Elzmättle Wasser) Bericht der BZ vom 26.11

ja, wir dürfen uns freuen, wieder wird durch die Erschließung eines neuen Baugebietes, die Welt ein bisschen „besser“ gemacht.

Weg mit der klimaschädlichen Wiese, den krankmachenden Obstbäumen und Sträucher, den gesundheitsschädlichen Kleinlebewesen, welche auf und im Boden leben!

Endlich wieder ein Stück hin zu einer „Verschlimmbesserung“ des globalen Klimas!

Warum ist das Klima mit Schlagwörtern wie „Klimanotstand, Klimakollaps etc. in den Vordergrund täglicher Schlagzeilen gerückt, warum arbeiten sich Organisationen wie Greenpeace oder Friday for Future, daran ab, was soll mit dem Kampf für ein gesundes Klima denn erreicht werden?

Es geht um nichts Geringeres als die Erhaltung dieses Planeten durch eine lebenswerte Umwelt mit den lebenswichtigen Ressourcen wie Sauerstoff, Boden und Wasser,ohne die ein Leben nicht möglich ist.

Täglich verschwinden in unserer Region hunderte Quadratmeter Boden unter Teer und Beton, der Bauboom macht selbst vor den ökologisch wertvollsten Naturräumen keinen Halt, die Naturschutzgesetze werden solange „ verbogen“ bis es für die jeweiligen Vorhaben passt.

Die Herstellung je Tonne Zement verursacht einen CO2 Ausstoß von 600Kg, wie viele Tonnen werden zur Errichtung eines neuen Stadtteiles benötigt, wie viele Tonnen an Teer für die Straßen, wie viel Holz, Metall, Glas, Kunststoffe, Energie usw.?

Die dann dort lebenden Menschen werden Auto fahren, Müll verursachen, Strom verbrauchen, heizen, usw.

Wie absurd erscheint dann der Gedankengang, ein Baugebiet könnte „Klimaneutral“ sein?

Wer ernsthaft für das Klima, also für eine, gesunde lebenswerte Umwelt etwas tun möchte, der muss vor allen Dingen die Zerstörung derselben durch exzessive Bebauung, Einhalt gebieten.

Da die nicht geschieht, sind alle anderen Diskussionen und Beiträge zu einer angeblichen Klimaneutralität nur leeres und verlogenes Geschwätz

Heidelinde und Ralf Görtler, Emmendingen

Axel Moser, Herbolzheim

BI „Jetzt langts“


Badische Zeitung vom 26.11.2021 – Ein Baugebiet wird klimaneutral

Leserbrief „Multimedia-Entwicklungszentrum“

Leserbrief zum Artikel in der Badischen Zeitung vom 16.9. „Europa-Park-Betreiber will Kreativcampus im Elsass bauen“

Multimedia-Entwicklungszentrum

Zum neuesten Expansionsvorhaben des Europa-Park-Tochterunternehmens Mack Next im Elsass stellen sich mir einige Fragen. Auch die Eigentümer des Europa-Park bekommen, wie wir alle, sicherlich mit, dass die Veränderungen und die Bedrohungen durch den Klimawandel an allen Ecken sichtbar werden. Das Thema steht auch im derzeitigen Wahlkampf bei allen Parteien – außer der AfD – an vorderster Stelle. Dass es nicht ein „Weiter so“, gerade auch beim ungezügelten Flächenverbrauch und bei sensiblen Flächen geben kann, ist fast beim Letzten angekommen.

Angesichts der Pläne im Elsass, bei denen das Multimedia-Entwicklungszentrum nur eines von mehreren des  Mack-Unternehmens ist, frage ich mich sehr ernsthaft, ob man hier die Klimadebatte nicht wahrnimmt. Muss es immer noch ein Mehr, Weiter, Größer geben, egal welche Schäden das letztendlich anrichtet? Wenn man zum aktuellen Vorhaben einmal die Begründung liest: Plobsheim sei wegen seiner idyllischen! Lage und des nahen Golfplatzes gewählt worden – eine Umgebung, die für kreative Entwicklungen nötig sei. Ist diese Einstellung nicht im höchsten Maße dekadent und arrogant gegenüber den Menschen, die für sich alle möglichen Maßnahmen ergreifen, um z. B. ihren ökologischen Fußabdruck so niedrig wie möglich zu halten? 

Die EUROPA-PARK Gründer Mack kommen doch aus sehr geerdeten bodenständigen Verhältnissen und aus einer Region, deren Einzigartigkeit und Schönheit nicht durch unnötige Eingriffe zerstört werden sollte. Das Elsass gehört genauso dazu. Ich glaube ganz persönlich: Hier gehen Maß und Orientierung verloren. Führen die aktuellen und künftigen Herausforderungen im Hinblick auf die Klimakrise bei den Entwicklern solcher Pläne nicht zu der Einsicht, einen Gang runterschalten zu müssen? Und wenn es die „Kleinen“ tun, dann sollten die „Großen“ allemal als Vorbild vorangehen. Es kann nicht ein „Weiter so“ geben – auch nicht für den EUROPA-PARK und seine ständige Expansion. Wenn man doch international schon zu den Großen zählt, kann man nicht mal mit dem Erreichten weitestgehend zufrieden sein und kleinere Brötchen backen? Wie wäre es denn, sich mit weiteren Vorhaben auf das PARK-Gelände zu beschränken. Was für Städte und Gemeinden wegen des Landverbrauchs in Zukunft immer mehr gilt, nämlich „Verdichtung“, warum soll sich das nicht auch auf den EUROPA-PARK erstrecken? Wäre der Bau eines Multimedia-Entwicklungszentrums dort nicht denkbar? Und muss nochmal und nochmal ein Hotelkomplex gebaut werden? Ich erinnere mich an ein Interview mit Thomas Middelhoff, der gesagt hat, dass er in seiner Blase nicht mehr mitbekommen hat, was um ihn herum passiert. Liegen die Dinge hier vielleicht ähnlich?

Die Betreiber des Parks haben es im Tagesgeschäft hauptsächlich mit Kindern zu tun. Sehen gerade sie nicht, dass die noch eine Zukunft vor sich haben sollten, in der sie nicht durch gehäufte Wetterextreme, deren Schadensbehebung übrigens irgendwann nicht mehr finanzierbar ist, bedroht werden? Kommende Generationen haben ebenso einen berechtigten Anspruch auf Lebensqualität. Die Familie Mack alleine kann das Klima selbstverständlich nicht retten und es sollte sich natürlich niemand von außen anmaßen, am Geschäftsmodell von Unternehmern Einfluss zu nehmen. Hinterfragen und Kritik üben aber darf man schon. Und gerade der EUROPA-PARK sieht sich als Vorbildunternehmen. Hat er damit nicht auch eine gesellschaftliche Verantwortung bei Zukunftsfragen, die nicht nur sein eigenes Fortkommen angehen, sondern die viel weitreichender sind?

Ich würde mir wünschen, dass für den Spaß, und den will keiner jemandem madig machen oder gar wegnehmen, nicht noch wichtigere entscheidendere Dinge geopfert werden. Mit einer guten Werbestrategie könnten Kommunikations- und Public Relations-Spezialisten des Unternehmens EUROPA-PARK so ein „Slow Down“ zugunsten einer neuen umweltverträglichen Ausrichtung sogar super vermarkten. Im Sinne von Vorbild sein.

Heidi Wallmach-Jakob


Badische Zeitung vom 16.09.2021 – Europa-Park-Betreiber will Kreativcampus im Elsass bauen – Kritiker bangen um Natur

Badische Zeitung vom 10.09.2021 – Elsässer Umweltschützer kritisieren ein Bauvorhaben von Mack Next

Badische Zeitung vom 19.02.2020 – Mack investiert in Studio für digitales Design im Elsass

Badische Zeitung vom 08.04.2021 – Die Firma Mack Next will sich in Plobsheim im Elsass ansiedeln

Leserbrief: „Es wird nie genug sein“

Leserbrief zum Artikel in der Badischen Zeitung vom 17.9. „ Tourismus soll gestärkt werden“

Es wird nie genug sein

Mit einer zusätzlichen Marketingoffensive wollen die Bürgermeister der in der „Erlebnisregion Europa Park“ eingemeindeten Kommunen, dem Tourismus zusätzlich Schub verleihen.

Wohlgemerkt, nicht der Ortenau, dem Breisgau oder dem Hochschwarzwald sollen die gebündelten Initiativen zu gute kommen, sondern der „Erlebnisregion Europapark“, vermutlich wird man in Kürze auch die Region „Südbaden“ in „ Mackgau“ umbenennen!

Als ob die Tentakel des Europa Parks nicht schon längst alle Regionen zwischen Offenburg und Freiburg erreicht hätten, ist man der Meinung, dass es längst nicht genug sei.

Gemäß dem Motto: „ In der Zitrone ist noch Saft, also lasst uns die letzten Tropfen noch auspressen“,will man dem bereits vorhandenen Massentourismus, nun endgültig „ die Zügel schießen „ lassen.

Wie viele Hotels, Pensionen und Fremdenzimmer gibt es außerhalb des Europa Parks bereits in Rust, es müssen Hunderte sein!

In Ettenheim, insbesondere auch in Ringsheim, wachsen neue Hotels, neue Pensionen, neue Ferienhauskomplexe quasi über Nacht aus dem Boden!

Dazu kommt die ohnehin, angeblich grassierende „Wohnungsnot“, welches unsere zumeist bauwütigen Bürgermeister veranlasst, ein neues Baugebiet nach dem anderen zu erschließen, siehe jüngst Rheinhausen, der „ Hauptstadt der Baukräne“

Lesen kann man in dem Bericht nichts über Naturschutz (rudimentär ist ja noch ein bisschen was da) nichts über Klimaschutz, nichts über Luftverschmutzung und vor allem: nichts über das Recht der hier lebenden Einwohner nach einem lebenswerten Leben, also dem „Menschenschutz“.

Bereits jetzt herrscht Vielfältiger Mangel an fast allen Ressourcen, welche dieser schöne, einzigartige Planet uns zu Verfügung gestellt hat, aber unser Wohlstand reicht noch nicht, er wird nie reichen!

So werden wir lächelnd ( oder grinsend?) wie die Bürgermeister auf dem Foto in der BZ, unserem schnellen Ende entgegengehen, voll Glauben an einen angeblichen Fortschritt,( also ans Geld!) und unverantwortlich gegenüber künftiger Generationen!

Axel Moser

Leserbrief: Flächenverbrauch in Kenzingen

Nachdem der Zuzug in unsere Region ungezügelt voran geht, obwohl Baden-Württemberg mit ca.320 Einwohnern/qm eines der dichtbesiedelsten Bundesländer ist, geht auch das Erschließen neuer Wohnsiedlungen und Gewerbegebiete unvermindert weiter.

Im Vergleich dazu, hat Bayern eine aktuelle Bevölkerungsdichte von 186 Einwohnern/qm, Sachsen-Anhalt 107 EW/qm und Mecklenburg-Vorpommern 69EW/qm!

Das Grundgesetz der BRD, Artikel 72, spricht von der „Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse im Bundesgebiet“ .

Hier wäre der Bund, die Regierung verpflichtet einzugreifen, Sie tut es aber nicht!

Anstatt die „Global agierende Wirtschaft“ dorthin geht, wo die Menschen Ihre Heimat aber keine Arbeitsplätze haben, wird den hier angestammten Bürgern Ihre Heimat zubetoniert!

Mit der Umwidmung oder dem Neubau von Hotels oder Ferienwohnungen, wird den Wohnungssuchenden Wohnraum entzogen, gleichzeitig geht das „Wettrennen auf der grünen Wiese“ weiter.

Darauf bezieht sich auch der nachfolgende Beitrag unserer Mitglieder Stafan Rieder und Theo Maurer:

Heuchlerei oder Ignoranz?

Am 10.März 2021 kam die Meldung, dass die Stadt Kenzingen dem Klimaschutzpakt des Landes beitritt. Bürgermeister Guderjan wurde in der BZ mit folgenden Worten zitiert: Die Unterstützung des Klimaschutzpaktes unterstreicht, dass die Stadt Kenzingen beim Klimaschutz aktiv ist.

Nur zwei Monate später, beschließt die Stadt Kenzingen zwei wertvolle Ökologische Flächen, die nicht nur für den Klimaschutz bedeutend sind zu vernichten. 

Eine Wiese, die einst zum Elzwiesenwässerungssystem gehörte, der Stadt und den Bürgern zur Versorgung diente und heute zu einem wertvollen Biotop neben einem Industriegebiet geworden ist. Gemeinderäte führten an, dass die triste Außenfläche eine optische Aufwertung erfahren würde. Dieses Biotop ist bereits von der Natur gestaltet und benötigt keinerlei optische Aufwertung durch Beton, Teer oder sonstiger architektonischer Eingriffe.

Mit Wohnmobilen versuchen Menschen der Natur nahe zu kommen und sie zu erleben. Merkwürdig nur, dass in Kenzingen dafür Natur vernichtet werden muss. Und das nur, weil man sich erhofft, dass die dort parkenden Personen evtl. zu Fuß in die Innenstadt gehen werden um dort in Geschäften einzukaufen, die doch größtenteils gar nicht mehr existieren.   

Flächenverbrauch und kein Ende in Sicht. Der Pfannenstiel, es sollte sich jeder die Mühe machen und diese idyllische, intakte Natur am nördlichen Ortsausgang Kenzingens zu betrachten und sich dann die Bebauung, bzw. Vernichtung der Flächen vorstellen.  

Ist die Wohnungsnot wirklich so groß, oder sind die Zinsen zu niedrig und Kapital muss gewinnbringend investiert werden, koste es was es wolle?

Ein paar wenige Eigentümer, Investoren und Planer werden sehr viel Geld verdienen, die Allgemeinheit zahlt die Zeche und wie immer bleibt die Natur auf der Strecke.

Es bleibt zu wünschen, dass die Befürworter und Entscheidungsträger dieser beiden Projekte darüber nachdenken, was den nächsten Generationen noch bleibt, außer die Vergehen dieser unserer Generation zu beseitigen.  

Mehr Informationen:

Stadt Kenzingen: Bebauungsplan Wohnmobilstellplatz

Gemeindeverwaltungsverband Kenzingen-Herbolzheim: Flächennutzungsplanänderung Bereich „Wohnmobilstellplatz“

Badische Zeitung Juli 2019: Ein Parkplatz für 55 Wohnmobile beschäftigt den Kenzinger Gemeinderat erneut.

Badische Zeitung Dezember 2019: Stellplatz statt Grünfläche

Badische Zeitung Juli 2021: Kenzingen will einen Wohnmobilstellplatz für 56 Wohnmobile schaffen