Brief an den Regionalverband Südlicher Oberrhein – Fortschreibung des Regionalplanes

Unser Brief an den Brief an den Regionalverband Südlicher Oberrhein zur Fortschreibung des Regionalplanes

Sehr geehrter Herr Neideck,

unsere Bürgerinitiative besteht aus einigen hundert Mitgliedern aller Altersklassen und aller Bevölkerungsschichten. Wir sind politisch unabhängig und keiner Organisation angeschlossen.

Die Gesamtfortschreibung des Regionalplanes aus dem Jahre 2017 hatte zum Ziel, die
„zunehmenden Raumnutzungskonflikte zwischen Siedlungs – und Verkehrsentwicklung einerseits und Landwirtschaft und Naturschutz andererseits, in Einklang zu bringen.“

Nun, 4 Jahre später, halten wir das ursprüngliche Ziel, eine gewisse Ausgewogenheit herzustellen, augenscheinlich für verfehlt!
Wir anerkennen die Bemühungen des Regionalverbandes, sehen aber eine Übergewichtung wirtschaftlicher Interessen zu Ungunsten der Schutzgüter Boden, Wasser, Natur und Landwirtschaft.

Der Flächenverbrauch hat infolge vieler Fortschreibungen von Flächennutzungsplänen exponentiell zugenommen!
So ist zwischen Freiburg und Offenburg eine nahezu zusammenhängende Siedlungsfläche entstanden mit einem minimalen Anteil nicht versiegelter Fläche.

Sollte dieser Entwicklung nicht Einhalt geboten werden, so ist binnen 10 Jahren die letzte Freifläche im Rheintal verschwunden!

Als Präzedenzfall einer ausufernden Entwicklung und als Beispiel, wie sehr wirtschaftliche Belange allen anderen vorgezogen werden, kann der Europa Park in der Ortenau genannt werden, dessen Expansion von den Genehmigungsbehörden in quasi „ vorauseilendem Gehorsam“, wenn nicht gerade unterstützt, so doch zumindest nicht verhindert wird.

Weiterer Flächenverbrauch für die Freizeitindustrie, für Hotels und Ferienwohnung bei gleichzeitiger Reduzierung wertvoller landwirtschaftlicher Flächen ist in höchstem Maße unverantwortlich!

Wir erwarten von den Entscheidungsträgern, in deren Händen unser zukünftiges Schicksal liegt, endlich anzuerkennen, dass ein unbegrenztes Wachstum unmöglich ist, ohne dabei die menschliche Lebensgrundlage und deren elementare Bedürfnisse zu zerstören!

Ein weiteres Bevölkerungswachstum in unserer Region verstärkt den Konflikt zwischen Mensch und Natur weiter.

Den Boden- und Immobilienspekulanten, welche an der Situation mitschuldig sind, muss die Grundlage entzogen werden!

Die Unternehmen und Industrien müssen in strukturschwache Regionen Deutschlands expandieren. Die Industrie muss zu den Menschen, nicht die Menschen zur Industrie. Dadurch entsteht ein zunehmendes Ungleichgewicht!

Geschätzter Herr Neideck, es gibt durchaus auch in Baden- Württemberg deutliche Stimmen prominenter Politiker und Bürgermeister, dass Wachstum seine Grenzen hat, bzw. kontrolliert und gebremst werden muss.
Davon haben wir hier im Rheintal noch nichts vernommen!

Wir erwarten seitens des Regionalverbandes eine Stellungnahme zu diesen Themen. Ein Moratorium zu diesen Themen ist unserer Meinung nach längst überfällig.

Es wird der Bevölkerung derzeit suggeriert, dass die wirtschaftlichen Bedingungen und der Wohlstand so bleiben könnten wie bisher, bei gleichzeitiger Rettung von Umwelt und Klima.

Dies entspricht in etwa der „Quadratur des Kreises“. Hier wünschen wir uns von den Mitgliedern des Regionalverbandes mehr konstruktiven Austausch. Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung.

Mit freundlichen Grüßen

i.A. Axel Moser

Sitzung der BI „Jetzt langt´s“

Nach längerer, coronabedingter Pause hat sich das Organisationsteam der Bürgerinitiative „Jetzt langt´s“ zum ersten Mal seit August vergangenen Jahres wieder getroffen. Bei der Versammlung am 8.7. im Anglerheim in Oberhausen waren neben 18 Mitgliedern der BI auch der ehemalige Geschäftsführer des BUND, Axel Mayer, anwesend. 

Die Initiative, die sich für den Erhalt unserer lebenswerten Region stark macht, sieht vor allem den Expansionsdrang des Europaparks mit seinen zum Teil fatalen Folgen für die Natur sehr kritisch. Auslöser für die Gründung der Bürgerinitiative war das Bekanntwerden von Plänen des Vergnügungsparks, eine Seilbahn über das Naturschutzgebiet Taubergießen ins benachbarte Elsass  bauen zu wollen. Im Mittelpunkt der aktuellen Sitzung stand daher auch die Fragestellung, wie dieses Projekt verhindert werden kann.

Axel Mayer konnte hier durchaus Hoffnung machen mit dem Verweis auf die ebenfalls ablehnende Haltung sowohl des BUND als auch des NABU und der elsässischen Organisation „Alsace nature“. Wichtig wäre seiner Meinung nach die Vernetzung der Gruppierungen, um dem Protest mehr Gewicht zu verleihen. 

Um darüber hinaus der fortschreitenden Zerstörung unserer Lebensgrundlagen durch Landschaftszersiedelung entgegen zu wirken, haben die Vertreter der BI beschlossen, den Regionalverband Südlicher Oberrhein aufzufordern, seiner Verantwortung künftigen Generationen gegenüber nachzukommen und bei seinen Raumplanungen wirtschaftliche Interessen nicht mehr über ökologische Notwendigkeiten zu stellen. Die Region ist an den Grenzen ihres Wachstums angelangt.

Wer sich über die rund 300 Mitglieder zählende Bürgerinitiative informieren oder ihr beitreten möchte, findet alles Wichtige auf der Seite www.jetztlangts.org .   

Spendenaufruf – jetzt langt’s

Liebe Freunde und Mitglieder der BI jetzt langt‘s,

noch hat das Corona Virus unseren Alltag fest im Griff, einzelne Silberstreifen scheinen sich am Horizont zu zeigen. 

Anscheinend liegt alles erst mal „auf Eis“, die vom Virus erzwungene „Auszeit“ kann aber auch genutzt werden, um im Hintergrund, in aller Unaufgeregtheit und Ruhe, begonnene Pläne zu realisieren.

Wenn man den Aussagen des Parkbetreibers aufmerksam zuhört, ist immer wieder die Seilbahn ein Thema, werden immer wieder deren vermeintlichen Vorzüge herausgestellt, und scheibchenweise an die Öffentlichkeit weitergegeben.

Irgendwann kann man dann ja sagen: „Ihr habt‘s ja gewusst, wir haben Euch ja informiert, wir haben ja nie einen Hehl daraus gemacht, dass dies unsere Pläne sind, wieso also die Überraschung, dass die Seilbahn jetzt Realität wird?“

Wurde das Projekt des EP bisher immer als „Verkehrsinfrastrukturprojekt“ verkauft, so kommen die jüngsten Äußerungen gegenüber einem Pressevertreter, der Wahrheit schon näher: „Wie toll und einmalig wäre eine Fahrt mit einer Seilbahn über ein einmalig schönes Naturschutzgebiet, welche den badischen mit dem elsässischen Teil des Europa Parks verbindet.“

Natürlich alles so, dass die Natur davon unberührt bleibt.

Um für „the day after tomorrow“ gerüstet zu sein, werden wir alle Hebel in Bewegung setzen, diese Pläne zu verhindern.

Da hierzu auch manchmal finanzielle Mittel nötig sind, bitten wir um Spenden. 

Die Spenden sind steuerlich nicht absetzbar, es müssen ja auch nicht gleich 1.000.-Euro sein, wir sind aber auch um jeden kleineren Betrag froh!

Hier geht es zur Spendenseite.

Leserbrief zum Artikel „Bund könnte Seilbahn zahlen“ vom 16.02.2021

Axel Moser, Herbolzheim

Lahrer-Zeitung.de

Herbolzheim (amo).

B 3-Umfahrung, Autobahn- und Rheintalbahn-Ausbau – das waren die Themen eines digitalen Austauschs der CDU Kippenheim am Montagabend. Dazu kam das mögliche Seilbahn-Projekt in Rust, mit einer ganz neuen Perspektive.

Seit Wochen, ja Monaten hat sich in Zeiten der Pandemie und dem damit einhergehenden Lockdown eine trügerische Ruhe zu den Plänen, eine Seilbahn im Naturschutzgebiet Taubergießen zu bauen, eingeschlichen.

Endgültiges Aus für Seilbahnprojekt würde Planungskosten sparen

Leserbrief

Robert Krais, Ettenheim

Ettenheimer Stadtanzeiger

Ettenheim (rkr).

Seit 7. Januar korrespondiert der Kreisverband Ortenau der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) mit der Regierungspräsidentin Dr. Schäfer wegen des geplanten Seilbahnprojektes des privat betriebenen Europaparks mitten durch das Naturschutzgebiet Taubergießen, in dem schon jetzt durch die Coronalage bedingt „unglaubliche Zustände“ herrschen (s. WOZ v. 30.7.).

„Endgültiges Aus für Seilbahnprojekt würde Planungskosten sparen“ weiterlesen

Unsere Meinung

zum Großprojekt „Feriendorf bei Dieboldsheim (Elsass)“ und Tiefbrunnen Kappel-Grafenhausen

Nach dem Treffen der Vertreter der Bürgerinitiative „Jetzt langt‘s“ mit den Vertretern des Europa-Parks sowie dem Bürgermeister der Gemeinde Rust im Januar diesen Jahres teilt die Bürgerinitiative nach den neuerlichen Vorhaben des Freizeitparkes folgendes mit:

Ungeachtet der Beteuerungen der Vertreter des Europa-Parks künftige Projekte maßvoll, nachhaltig und für die Bewohner der Region in akzeptablem Rahmen zu gestalten, zeigen die Betreiber des Parks hierfür keinerlei Verständnis.

Rücksichtslos werden weitere Großprojekte unserer Heimat, der Umwelt und unseren Ressourcen Wasser, Luft und Erde zugemutet.

„Unsere Meinung“ weiterlesen

Die Expansionslust der Europapark-Betreiber kennt keine Grenzen.

Leserbrief

Susanne Glaubitz, Freiburg

BADISCHE ZEITUNG

Jetzt wird im Elsass ein neues 205 Fußballfelder großes Projekt geplant, natürlich mit entsprechendem Verkehrsanschluss. Das heißt: weiter steigender Verkehr in dieser Region.

Für einige eine gewinnbringende Investition, die aber auf Kosten eines wertvollen Gutes gemacht wird, das uns allen gehört: der Natur. Nicht nur Ackerflächen verschwinden und machen regionales Einkaufen immer schwerer. Auch unsere Kinder sollten sich in freier Natur bewegen, auf Bäume klettern, Pflanzen und Tiere entdecken können.

Erlebnisse werden in Wald und Feld kostenlos geliefert, man braucht dazu keinen Park,wo man für teures Geld eine Unterhaltungsmaschine nach der andern konsumiert.

Wann finden Kommunalpolitiker endlich den Mut, sich solch unsinnigem Flächenverbrauch entgegenzustellen?

Hurra, Hurra …. Rulantica ist da!

Leserbrief

Theo Maurer, Rheinhausen

Nur wer braucht noch diese Scheinwelt, angesichts der Tatsache, dass dieses Großprojekt gegen jegliche Vernunft, ja rücksichtslos gegen alle Belange der Umwelt, verstößt?

Wer hat denn da noch  Lust auf ein Spaßbad, wenn:

  • wir den Landwirten angesichts der trockenen Sommer das Wasser zur Bewässerung der Felder begrenzen?
  • wir Grund und Boden für Bewirtschaftung der Nahrungsgrundlage entziehen?
  • weiterhin riesige Flächen für das Parken von Autos  vernichtet werden?
  • neben dem Betrieb der Badewelt Rulantica (Un)Mengen von bestem Grundwasser entnommen und durch die Toiletten der riesigen Hotels gespült werden?
  • die Abgase des Verkehrs durch endlose Staus Emissionswerte jenseits von gut und böse verursachen?
  • durch  Leuchtsäulen und Lichtspiele die Nacht zum Tag gemacht wird ?

Bundesweit, europaweit, ja weltweit wird nicht mehr nur über den Klimawandel diskutiert, nein! Hautnah werden auch wir von den Umweltsünden eingeholt. (Unwetter, Missernten, Wassermangel)

Möglicherweise erweist sich dieses Rulantica – Großprojekt deshalb  auch bald  als Bumerang.
Dann nämlich, wenn:

  • die Leute unserer Region erkennen, dass zu viel des „Guten“ eben nicht gut ist.
  • das Bewusstsein auf das Elementare (Wasser, Luft, Erde) wächst und  der Verzicht auf Unwesentliches wie in unserem Falle einem  Spaßbad, beginnt. 
  • auch Nutzer und Gäste erkennen (müssen), dass der Badespaß in keiner Relation zum Missbrauch unserer Natur steht.

Niemandem derer, die vom Europapark profitieren, soll etwas weggenommen werden.
Nur jeder sollte nach und nach zur Einsicht kommen ………… JETZT LANGT‘S!

„Zweiter Tiefbrunnen weiter in der Pipeline“

Leserbrief zu BZ-Artikel vom 08.11.2019

Mechthild Weiner, Ettenheim

Badische Zeitung

Der Trinkwasserbedarf steigt und steigt und das, in erster Linie beim Europa-Park, als Großabnehmer, mit steigenden Besucherzahlen sowie für die anstehenden Erweiterungspläne. Ob diese die Attraktivität der Kommunen steigert und damit auch die Einwohnerzahl, darf bezweifelt werden. Gemäß den Regionaldaten des statistischen Landesamtes Baden-Württemberg vom 16.01.2014 sinkt die Bevölkerungszahl in der Ortenau, in den betreffenden Gemeinden bis 2030, außer in Ettenheim. Fakt ist, laut BZ-Artikel vom 22.08.2012 „Ohne Clemens Disch läuft gar nichts“, dass der Europapark Unmengen an Wasser mit steigenden Tendenzen verbraucht: 1999 waren es 20.000 Kubikmeter, 2012 bereits 700.000 Kubikmeter pro Jahr. Aus eigenen Tiefenbrunnen wird das Wasser für den Park gefördert. Interessant wäre die Info, wie hoch die Wasserentnahme sein darf und wer dieses kontrolliert.

„„Zweiter Tiefbrunnen weiter in der Pipeline““ weiterlesen

Bewohner sollen lautere Stimme bekommen

Leserbrief zum Artikel „Roland Mack kontert seine Kritiker“ vom 11. Oktober

Sonja Kohler-Bellemare, Rust

Lahrer Zeitung

Seitens der BI „Jetzt Langt’s“ will bestimmt niemand die Lebensleistung von Franz oder Roland Mack in Frage stellen oder gar etwas kaputt machen.

Wir sind uns aber sicher einig, dass der Ort auch ohne den Europa-Park nicht in den Früh-70-Jahren stecken geblieben wäre, sondern sich genauso wie alle anderen Gemeinden der Ortenau weiterentwickelt hätte und heute im 21.Jahrhundert mit geteerten Straßen und fließend Wasser in den Haushalten angekommen wäre. Heute leben hier weder Bauern noch Fischer, sondern mündige Bürger, die das demokratische Recht haben ihre Meinung frei zu äußern.

„Bewohner sollen lautere Stimme bekommen“ weiterlesen