SWR Beitrag „Unser Wasser“

Wer gestern Abend den Beitrag „Unser Wasser“ im SWR gesehen hat, dem müsste jetzt, nach menschlichen Ermessen, klar sein, dass wir so wie bisher nicht mit unserem Wasser umgehen können.

Umso mehr muss es doch verwundern, wenn kostbares Trinkwasser, zur Bespaßung breiter Bevölkerungsschichten vergeudet wird.

Nicht nur der Europa Park, sondern die mittlerweile unzähligen Hotels und Pensionen in Rust und Umgebung verbrauchen „just for fun“ Wasser ohne Ende.

Die DEHOGA ( Deutscher Hotel und Gaststättenverband), gibt je nach klassifizierung der Unterkunft, einen Wasserverbrauch pro Person und Übernachtung,von 175l bis 350l an!

Laut Statistik des Statistischen Landesamtes, übernachten alleine in Rust, knapp 1 MILLION Menschen im Jahr!!

Die BI „jetzt langts“ konnte mit Hilfe eines Limnologen erreichen, dass die untere Wasserbehörde beim Landratsamt Lahr nun bereit ist, konkrete Zahlen offen zu legen – noch sind die angekündigten Zahlen nicht da.

Wir werden darüber noch an anderer Stelle berichten.

Petition der ÖDP gegen den Bau einer Seilbahn durch den Taubergießen abschlägig beschieden

Die von der ÖDP initiierte Petition gegen den Bau der vom Europa Park angekündigten Seilbahn in das benachbarte Elsaß, wurde nun vom Landtagtag Baden-Württemberg in seiner 44.Sitzung am 21.7.2022 abschlägig beschieden.

Die Petition hatte etwa 1700 Unterzeichner gewinnen können.

In seiner Begründung geht der Landtag nochmals auf die allgemein bekannten „Ideen“ ein (umweltfreundliches Transportmittel/ Verkehrsentlastung etc.), erwähnt aber auch die hohen Hürden für eine baurechtliche Genehmigung einer Anlage im Zusammenhang mit einem NATURA 2000 Gebiet.

Da jedoch weder dem Verkehrsministerium, noch dem Regierungspräsidium konkrete Bauanträge vorliegen, läuft die Petition quasi ins „Leere“.

Der Landtag weist darauf hin, dass es jedermann gestattet sei, Projektideen zu entwickeln und empfiehlt dem Petenten, sich beim Vorhabenträger direkt nach dem aktuellen Sachstand zu erkundigen.

Anmerkung der BI jetzt langts: In einem aktuellen Beitrag des SWR erklärte der Geschäftsführer des Euro Parks, Engelbert Gabriel, auf wiederholte Nachfrage, dass die Pläne für eine Seilbahn definitiv “ gestoppt“ seien.

Wortwörtlich:“ das Seilbahnprojekt ist komplett auf…..äh, gestoppt worden und von daher gibt es eigentlich auch nichts zu sagen.“

Diese Aussage spricht für sich selbst!

Rückblick: Rede zur Demo gegen das Europa Valley am 03.07.2022

Im Namen der Bürgerinitiative Jetzt Langt’s und dem französischen Kollektiv Le chaudron des alternatives möchte ich alle Teilnehmer, Zuhörer und Interessierte hier begrüßen.

In den letzten knapp 50 Jahren hat die Familie Mack hier praktisch aus dem Nichts ein florierendes Familienunternehmen aufgebaut, an dem heute direkt oder indirekt tausende Arbeitsplätze hängen. Viele verdienen Geld mit dem Tourismus, mehr als 50% der Bevölkerung lebt hier aber einfach nur. Aus dem verschlafenen Fischerdorf von damals ist eine wohlhabende Gemeinde geworden. Das verdient Anerkennung und Dankbarkeit. Das Unternehmen Europa-Park konnte nahezu frei und ungehindert wachsen, weil die Entwicklung von der hiesigen Bevölkerung mitgetragen wurde. 

Was uns umtreibt und mit zur Gründung der BI geführt hat, ist die hässliche Seite der Medaille. Immer noch mehr Flächenverbrauch, immer noch mehr Verkehr, Lärm und Menschenmassen.

Wir wollen, dass den negativen Auswirkungen der Spaßfabrik auf die Natur und die Lebensqualität der hier lebenden Bevölkerung endlich mehr Rechnung getragen wird.

Wachstum ist Pflicht, wenn man konkurrenzfähig bleiben möchte, so das Kredo der Firma. Wie viel Fläche soll noch zugebaut werden? Fläche wächst nicht nach. Es wird viel Geld in den Naturschutz investiert. Mit Ausgleichsmaßnahmen gibt man der Natur nur zurück, was man ihr zuvor woanders weggenommen hat. Maßnahmen wie Wildkorridor und Versickerungsflächen sind Vorgaben aus dem Bebauungsplan. Alles andere ist greenwashing.

Wir finden Jetzt Langt’s und fordern, dass keine Erweiterungsflächen mehr genehmigt werden dürfen.

Seit Jahren werden an besucherstarken Tagen Fahrzeuge auf die grüne Wiese geparkt bis direkt ans Naturschutzgebiet. Das ist das Gegenteil von Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Wir sagen Jetzt Langt’s und fordern den Bau von Parkhäusern auf bestehenden Parkflächen und die Rückgabe aller Überlaufparkplätze an die Natur. 

Gäste sind und waren immer willkommen in Rust. Die immer größer werdende Masse an Menschen bringt es aber auch mit sich, dass in mancher Nachbarschaft ballermann-artige Zustände herrschen oder betrunkene Horden grölender Leute nachts durchs Dorf ziehen und in die Vorgärten urinieren. Eine aktive Besucherzahllenkung funktioniert. Das hat sich während der Pandemie gezeigt. Daher fordern wir eine tägliche Besucherobergrenze.

Im Laufe des Jahres werden unzählige Feuerwerke gezündet, im Winter sogar mehrfach täglich. Das ist unnötiger Lärm und Umweltverschmutzung und in Zeiten des Klimawandels ein Unding. Hier leben Kinder, Haustiere. Es gibt ein Vogelschutzgebiet und ein Naturschutzgebiet. Wir sagen Jetzt Langt’s und fordern die Einschränkung der erlaubten Feuerwerke auf eine Obergrenze.

Die Lärmsuppe aus Geschrei, Fahrgeschäften und Musikfetzen der die Anwohner ausgesetzt sind, nimmt von Jahr zu Jahr zu. Manch ein Anwohner kämpft da seit Jahren gegen Windmühlen. Dauerlärm macht krank. Wir sagen Jetzt Langt’s und fordern die Demontage der unnötigen Musiklautsprecher und die Errichtung einer Schallschutzwand entlang der Elz. Wir fordern einen wirkungsvollen Lärmschutz an den Achterbahnen.

Warum wir heute aber vor allem hier sind, ist um unsere Solidarität mit unseren französischen Freunden im Kampf gegen den Bau des Europa Valley in Diebolsheim zu zeigen. Ein geplantes Großprojekt des Europa-Parks nur 5 km Luftlinie von hier. Hier sollen auf mehr als 150 ha eine Anlage ähnlich derer von Center Parcs mit Hotels, Campingplatz und Geschäften entstehen. In einer Zeit in der alle von lokaler Lebensmittelproduktion sprechen, sollen weitere 150 ha Natur und wertvoller Ackerfläche für die Spaßindustrie zubetoniert und für Hotels, Geschäfte und natürlich viele viele Parkplätze unwiederbringlich geopfert werden. Zum Vergleich: Der Europa-Park ist mit Rulantica zusammen etwa 140 ha groß. In einschlägigen Europa-Park-Fan-Foren wird das Projekt euphorisch beklatscht. 
Wir fragen uns: Ist das euer Ernst? Ist der Hals denn nicht voll genug?

Ein solcher Bau vernichtet nicht nur die Existenzgrundlage von Landwirten. Es ist ein Frevel an der Umwelt und in Zeiten des Klimawandels untragbar. 

Wir fordern einen sofortigen Stopp aller Expansionspläne. Wir sind der Meinung Jetzt Langt’s.

Das ganze Umland ächzt über den stetig wachsenden Durchgangsverkehr aus Frankreich. Die nahen Grenzübergänge sind an ihrer Kapazitätsgrenze. Mit dem Bau so einer Anlage werden Fakten geschaffen, die alternative Verkehrslösungen erforderlich machen. Was wird passieren? Die Idee der Seilbahn über das Naturschutzgebiet wird wieder aus der Schublade befördert und präsentiert als vermeintlich nachhaltige Lösung für ein Problem, das es ohne das Europa Valley nie gegeben hätte. Eine Seilbahn über das einzigartige Naturschutzgebiet wäre auch dessen Todesurteil. Wir werden nicht zulassen, dass das Taubergießen von der Spaßindustrie annektiert wird. Daher sagen wir „Nein zum Europa Valley“, „Nein zur Seilbahn durch die Hintertür“. Wir sagen Jetzt Langt’s.

Die Entwicklung des Europa-Park wurde bisher von der Bevölkerung mitgetragen, aber die negativen Auswirkungen auf die Natur und die abnehmende Lebensqualität wurde über 40 Jahre stillschweigend ertragen. Die Grenze des Erträglichen ist in vielerlei Hinsicht erreicht. Ein weiter so gibt es nicht. 

Eine friedliche und erträgliche Koexistenz ist wohl unser aller Wunsch. Aber nur wenn den Belangen des Naturschutzes und der Bevölkerung endlich Rechnung getragen wird, kann es eine solche friedliche Koexistenz geben. 

Wir sind die Bürgerinitiative Jetzt Langt’s und wir setzen uns ein für den Erhalt unserer lebenswerten Region. 

Rückblick: Demonstration gegen das Europa Valley

Am 03.07.2022 war die erste gemeinsame und gleichzeitig auch sehr erfolgreiche Aktion mit dem französischen Kollektiv „Le chaudron des alternatives“. Vorrangiges Ziel der Aktion war ein gemeinsames Statement gegen den Bau des geplanten Europa Valley im elsässischen Diebolsheim und damit gegen die Seilbahn „durch die Hintertür“ durch das Naturschutzgebiet Taubergießen zu setzen. Wir fanden aber, dass es außerdem eine gute Gelegenheit wäre, auch einmal Tacheles zu reden über den Expansionswahn des Europa-Park, die Zunahme von Lärm, Verkehr und Übertourismus und gegen die stetige Abnahme der Lebensqualität in und um Rust.

Kundgebung in Rhinau

Um 10.15 Uhr trafen sich einige Mitglieder unserer BI, um gemeinsam zum ersten Treffpunkt und Kundgebungsplatz vor die Tourist-Info in Rhinau im Elsaß zu radeln, wo wir uns auf 11 Uhr mit unseren Freunden des Kollektivs „Le chaudron des alternatives“ zur Kundgebung, Presseterminen und einem gemeinsamen Picknick trafen. Zahlreiche Demo-Teilnehmer kamen auch mit dem Auto, sodass sich auf dem Platz um die 100 Leute versammelt hatten. Es wurden Reden gehalten, lautstark demonstriert und auf einer Landkarte erörtert, wo das Europa Valley entstehen soll. Unsere französischen Freunde boten uns – gastfreundlich wie die Franzosen sind – Deftiges und Süßes zum Picknick an. Neben Teams der lokalen Presse und des Radios von France Bleu Alsace, DNA (Dernière Nouvelles d’Alsace), berichteten auch zwei lokale Fernsehteams von BFM Alsace und France 3 télévision von der Aktion und interviewten die Organisatoren. (Links siehe unten)

Fahrradkonvoi nach Rust

Gegen 14 Uhr machten sich ein Großteil der Teilnehmer per „Vélo“ auf den Weg zum zweiten Teil der gemeinsamen Protestaktion. Ein beeindruckend langer Konvoi von Rädern fuhr in Begleitung der Polizei durch Kappel in Richtung Rust, wo man um 14.30 Uhr auf der Bachbrücke/Austr. auf eine Gruppe bereits versammelter Demonstranten mit ihren Bannern und Schildern traf, um dann gemeinsam zu Fuß am Haupteingang des Europa-Parks entlang, vorbei an offensichtlichen „Abgesandten“ desselben, zum zweiten Kundgebungsplatz vor der Skaterbahn zu ziehen. 

Kundgebung in Rust

Am Ende waren wieder ca. 120 Menschen versammelt, die den Rednern laut jubelnd beipflichteten.

Auch hier waren Vertreter der Presse an unserer Aktion interessiert (Badische Zeitung, Lahrer Zeitung) und im Nachgang wurde auf SWR aktuell über die Demo berichtet (siehe Link) 

Gegen 15.30 Uhr wurde die Kundgebung offiziell für beendet erklärt und man verabschiedete sich von den neuen französischen Freunden. 

Fazit: Obwohl eine Demonstration für unsere BI noch unbekanntes Neuland war, konnten wir überraschend viele Menschen mobilisieren. Das zeigt uns, wie vielen Menschen, denen unsere Heimat und die Natur am Herzen liegen, wir aus der Seele reden. Es war eine tolle Erfahrung und wir werden weiter machen.

 


Weiterführende Links:

SWR – Widerstand gegen Europapark-Expansionspläne

Merkur – „Völlig inakzeptabel“: Vergrößerung des Europa-Parks erfährt heftigen Gegenwind

Badische Zeitung – 120 Menschen demonstrieren gegen Expansion des Europa-Parks

France 3 – Europa Park : écologistes et riverains manifestent contre un projet d’expansion

le chaudron des alternatives – La Velo’rution transfrontalière en images

France Bleu – Europa Park : Jetzt Lang’s, cette association allemande qui s’oppose aux projets d’extension du parc

DNA – Vélorution transfrontalière contre la « bétonisation au détriment des espaces naturels »

BFM Alsace – Rhinau: des habitants s’opposent au projet Europa Vallée

Mitwelt.org – Protest gegen Europa-Park & Seilbahn über den Taubergießen

Mitwelt-org – Europa-Park „Verdoppelung“: Kritik & Overtourism

Demonstration gegen den Bau des Europa Valley im französischen Diebolsheim am 03.07.2022

Treffpunkt 1: 11:00 Uhr in Rhinau Tourist-Info mit Pressetermin
Picknick mit unseren franzsischen Freunden anschließend Fahrrad-Demo über Kappel nach Rust zum Europa-Park


Treffpunkt 2: 14:30 Uhr in Rust auf der Bachbrücke/Austraße
Kundgebung vor dem Skaterplatz

WARUM WIR DAGEGEN SIND?

  1. Expansion ist nach Angaben des EP Pflicht. Da bei uns keine neue Fläche nachwächst, sollen nun im benachbarten Diebolsheim mehr als 150 ha wertvoller Ackerfläche für die Spaßindustrie zubetoniert und für Hotels, Geschäfte und viel Parkfläche unwiederbringlich geopfert werden. Ein Frevel an der Umwelt und in Zeiten des Klimawandels untragbar. Im Vergleich: EP + Wasserpark = ca. 140 ha.
    Wir sagen „JETZT LANGT’S“
  2. Mit dem Bau des Europa Valley und dem damit erhofften Tourismus werden Fakten geschaffen, die den Bau einer Seilbahn über das Naturschutzgebiet Taubergießen wieder auf den Plan zwingen wird. Getarnt als Projekt deutsch-französischer Freundschaft und einer gefakten Nachhaltigkeit wird dann eines der größten Naturschutzgebiete Baden-Württembergs mit einer einzigartigen Flora und Fauna von der Spaßindustrie annektiert. Daher „NEIN zum EUROPA VALLEY“.
    Wir sagen „JETZT LANGT’S“
  3. Schon lange zeigt die schiere Masse an Spaß-Hungrigen vielerorts ballermann-artige Züge, vom Lärm und Verkehr ganz zu schweigen. Wie viel Heimat und Lebensqualität sind wir bereit noch dem Mammon zu opfern? Wie viel Tourismus verträgt eine Region?
    Wir sagen „JETZT LANGT’S“

Hier geht es zum Flyer:

Hier geht es zum Flyer unserer Freunde im Elsass:

Leserbrief (2021) – Bund könnte Seilbahn zahlen

Leserbrief zum Bericht vom 16.02.2021 Lahrer Zeitung

Bund könnte Seilbahn zahlen

Als ehemaliger Einwohner von Niederhausen verfolge ich noch immer mit großem Interesse das „Treiben“ des Europa Parks.

Der endlose Ausverkauf der Heimat hat mich u.a. dazu gebracht diese zu verlassen, da ich es nicht mehr ertragen konnte, wie alles nur noch dem Mammon geopfert wurde.

Wie kann man auch nur auf den Gedanken kommen, ausgerechnet in dem Naturschutzgebiet „Taubergießen, eine Seilbahn zu bauen, nur um den Spaßfaktor zu befriedigen.

Es schlägt dem Faß den Boden aus, dass dieser Freizeitpark, der durch seinen Verkehr einer der großen Umweltverschmutzer ist, auch noch Steuergelder dafür bekäme, dass er ein Naturgebiet von europäischem Rang schädigen würde.

Wie kann man als CDU-Landtagsabgeordneter allen Ernstes auf solch eine Idee kommen, Gelder für den großen Europa Park geben zu wollen.

Gleichzeitig schafft es die Regierung, also auch die CDU nicht, für die pandemiebedingt notleidenden kleinen Selbständigen und Einzelhändler die versprochenen Hilfsgelder zu organisieren.

Wer zieht im Hintergrund die Strippen, an dem auch der Landtagsabgeordnete hängt? Der kleine Mann wird mit Sicherheit solch einen Mandatsträger nicht mehr wählen.

Um diesem unsäglichem Treiben Einhalt zu gebieten, müssen sich der Bürgerinitiative (BI) „jetzt langts“, noch mehr Menschen anschließen.

Albert Doninger,
Marleben (Wendland Nds.)


16.02.2021 Lahrer Zeitung – Bund könnte Seilbahn zahlen

Kommt die Seilbahn quasi durch die Hintertür?

Seit längerem bekannt sind die Pläne der Familie Mack zur Errichtung eines „Europa Park 2“, im elsässischen Diebolsheim.

Vis-á-vis vom Ruster Freizeitpark sollen auf der französischen Seite auf 150 bis 250 ha, ein zweiter touristischer „Hotspot“, genannt „Europa Vallée“, entstehen. Dies berichtet der SWR.

Nicht alle sind von diesen Plänen begeistert, wie z.B. die elsässische Bürgerinitiative Le Chaudron des Alternatives – Elsass , welche insbesondere den enormen Flächenverbrauch kritisiert.

Wir stehen mit den elsässischen Freunden seit geraumer Zeit in Kontakt!

Gleichzeitig machen wir uns Sorgen um die vom Ortenaukreis, dem Regierungspräsidium Freiburg und vielen mehr auf den Weg gebrachten „Grenzüberschreitenden Mobilitätspakt„, einer der sogenannten Partner ist auch die Europa Park GmbH & Co. Mack KG.

Wir befürchten, dass in diesem Zusammenhang auch die Seilbahn wieder thematisiert werden wird, zumal das Land und der Bund ja bereits Fördermittel zugesagt haben.

Kommt also die Seilbahn durch “ die Hintertür“?

Wir bleiben am Ball!

Links:

25.05.2022 – SWR: Kommt das Europa-Park-Projekt „Europa Vallée“ ins Elsass?

04.02.2022 – Ministerium für Verkehr BW: Start für grenzüberschreitenden Mobilitätspakt Lahr

Badische Zeitung Pressemeldung „Zum Nachteil der Landwirte – Flächen- und Wasserverbrauch“

Sowohl die Mitglieder des BLHV-Ortsvereins Oberhausen als auch die Bürgerinitiative „Jetzt langt’s“ sehen den zunehmenden Flächenverbrauch als großes Problem. Das teilt die BI nach einem Treffen mit BLHV-Mitgliedern mit. Es gehe „um nichts Geringeres als um den Entzug wertvollen Ackerlandes für den Anbau von Lebensmitteln, um eine vom Ausland unabhängige Lebensmittelversorgung“. Ein weiteres Problem für die Landwirte stelle in Zeiten nachlassender Niederschläge die Versorgung der Felder mit künstlicher Bewässerung dar. Während die Entnahme von Grundwasser kontingentiert sei, werde die Region mit Hotels, Ferienressorts und Spaßbädern, Betrieben mit hohem Wasserverbrauch, „überschwemmt“, obwohl oberste Priorität eigentlich die Versorgung der Bevölkerung sein sollte. Zwischen den Interessen der Landwirte und den Zielen der Bürgerinitiative bestehe große Übereinstimmung bei diesen Themen, so das Fazit des Austauschs. Künftig wolle man enger zusammenarbeiten.

Badische Zeitung – 30. April 2022

Bürgerentscheid zum Pfannenstiel am 06.03.2022 in Kenzingen

Die BI Pfannenstiel setzt sich für den Erhalt der Naturlandschaft ein:

„Mit der klaren Botschaft „Pfannenstiel – unsere Kenzinger Natur-Perle erhalten“ wollen wir alle Bürgerinnen und Bürger in einem Bürgerentscheid dazu aufrufen, über den Erhalt dieser einzigartigen Naturlandschaft und unseres sehenswerten Ortseingangs abzustimmen. Wir müssen den Pfannenstiel schützen und bewahren, er ist ein wichtiger Teil von Kenzingen.“

Die Bürgerinitiative ruft zur Teilnahme am Bürgerentscheid am 06. März 2022 mit diesem Video auf.

Gegendarstellung zum Bericht der Badischen Zeitung vom 31.12.2021 „Europapark will Verbrauch drosseln“

Die Europaparkmitarbeiter Gehring und Klaiber bezeichnen den Europapark aktuell als nachhaltig, von ressourcenschonendem Arbeiten wird gesprochen. Ein Versuch, den Europapark als ökologisch wertvoll darzustellen? ( Green Washing)

Licht, das die ganze Nacht leuchtet, mag zwar werbewirksam sein und Besucher anlocken, zugleich stört es aber Mensch und Tier und verbraucht viel Energie.

Ökologisch wäre allein, alle überflüssigen Lichtquellen abzuschalten!

Auch wenn die Zahl des selbst erzeugten Stromes von 30% stimmen würde, so wird der Löwenanteil in Blockheizkraftwerken erzeugt, die Gas verbrennen und CO2 freisetzen. Um den Energiebedarf des Europaparks durch solar erzeugten Strom zu decken, würde man eine Fläche benötigen, die größer ist als die 95 Hektar Fläche des Parks selbst. Das würde theoretisch aber auch nur funktionieren, wenn die Sonne scheint.  

Fragwürdig bleibt auch die hohe Müllrecyclingrate, hat man doch noch in den vergangenen Jahren aus wirtschaftlichen Gründen die weiß eingefärbten Weihnachtsbäume mitsamt ihrer Beleuchtung geschreddert.

Dass der Europapark versucht hat Gebäudeflächen zu begrünen, hat wohl mehr mit Imagepflege zu tun als mit Ökologie. Hat man doch erst unlängst für den Bau des Wasserparks 40 Hektar wertvollste Flächen zubetoniert. An dieser Tatsache können auch einige, auf Parkplatzflächen aufgestellte Bienenhotels und Nistkästen, nicht hinwegtäuschen.

Zum Wasserverbrauch und den Angaben des Europaparks bleibt zu sagen, dass nicht nur die Gemeinde Rust, sondern auch das Landratsamt und das Regierungspräsidium keine Angaben über den tatsächlichen Wasserverbrauch des Europaparks haben.

Es müssen enorme Größenordnungen sein, aber anscheinend soll davon nichts öffentlich werden. Der gewaltige Wasserverbrauch in der Region wird natürlich auch von den ständig neu entstehenden Hotels im näheren Umland angeheizt.

Dabei gilt es zu bedenken, dass viele Umlandgemeinden zur Versorgung der Bevölkerung  auf der Suche nach geeigneten Grundwasserquellen sind, so hat z.B. Herbolzheim hierfür bereits 800.000 Euro an Steuergeldern investiert.

Der täglich 2malige Halt des ICE´s in Ringsheim ist grundsätzlich positiv zu bewerten, allerdings sind die Beförderungskapazitäten von 430 Personen pro Zug und Fahrt ein Tropfen auf den heißen Stein gemessen an der Gesamtzahl der Besucher des Europaparks ( s. Pressebericht in der BZ vom 2.6.21).

Fazit: solange Wachstum als Gesellschaftsmodell das Maß aller Dinge ist, wird der Bedarf an Energie und Wasser steigen, es gibt keine Form der Energiegewinnung, welche nicht in die Natur, in die Ökologie, eingreift!

Diesem Diktat ist auch der Europapark unterworfen.

Ohne Verzicht auf Wachstum, keine Ökologie. Alles andere ist schöner Schein!

Das Nachhaltigkeitsteam des Europaparks ist ob seiner schier unlösbaren Aufgabe nicht zu beneiden und dient wie so vieles eher der Imagepflege.  Wir müssen endlich sagen: „jetzt langt´s!“

BI Jetzt langts


Badische Zeitung vom 31.12.2021 – Wie der Europa-Park den Verbrauch drosseln will / Überschrift wurde geändert in: Wie der Europa-Park auf Nachhaltigkeit setzt