Leserbrief: Flächenverbrauch in Kenzingen

Nachdem der Zuzug in unsere Region ungezügelt voran geht, obwohl Baden-Württemberg mit ca.320 Einwohnern/qm eines der dichtbesiedelsten Bundesländer ist, geht auch das Erschließen neuer Wohnsiedlungen und Gewerbegebiete unvermindert weiter.

Im Vergleich dazu, hat Bayern eine aktuelle Bevölkerungsdichte von 186 Einwohnern/qm, Sachsen-Anhalt 107 EW/qm und Mecklenburg-Vorpommern 69EW/qm!

Das Grundgesetz der BRD, Artikel 72, spricht von der „Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse im Bundesgebiet“ .

Hier wäre der Bund, die Regierung verpflichtet einzugreifen, Sie tut es aber nicht!

Anstatt die „Global agierende Wirtschaft“ dorthin geht, wo die Menschen Ihre Heimat aber keine Arbeitsplätze haben, wird den hier angestammten Bürgern Ihre Heimat zubetoniert!

Mit der Umwidmung oder dem Neubau von Hotels oder Ferienwohnungen, wird den Wohnungssuchenden Wohnraum entzogen, gleichzeitig geht das „Wettrennen auf der grünen Wiese“ weiter.

Darauf bezieht sich auch der nachfolgende Beitrag unserer Mitglieder Stafan Rieder und Theo Maurer:

Heuchlerei oder Ignoranz?

Am 10.März 2021 kam die Meldung, dass die Stadt Kenzingen dem Klimaschutzpakt des Landes beitritt. Bürgermeister Guderjan wurde in der BZ mit folgenden Worten zitiert: Die Unterstützung des Klimaschutzpaktes unterstreicht, dass die Stadt Kenzingen beim Klimaschutz aktiv ist.

Nur zwei Monate später, beschließt die Stadt Kenzingen zwei wertvolle Ökologische Flächen, die nicht nur für den Klimaschutz bedeutend sind zu vernichten. 

Eine Wiese, die einst zum Elzwiesenwässerungssystem gehörte, der Stadt und den Bürgern zur Versorgung diente und heute zu einem wertvollen Biotop neben einem Industriegebiet geworden ist. Gemeinderäte führten an, dass die triste Außenfläche eine optische Aufwertung erfahren würde. Dieses Biotop ist bereits von der Natur gestaltet und benötigt keinerlei optische Aufwertung durch Beton, Teer oder sonstiger architektonischer Eingriffe.

Mit Wohnmobilen versuchen Menschen der Natur nahe zu kommen und sie zu erleben. Merkwürdig nur, dass in Kenzingen dafür Natur vernichtet werden muss. Und das nur, weil man sich erhofft, dass die dort parkenden Personen evtl. zu Fuß in die Innenstadt gehen werden um dort in Geschäften einzukaufen, die doch größtenteils gar nicht mehr existieren.   

Flächenverbrauch und kein Ende in Sicht. Der Pfannenstiel, es sollte sich jeder die Mühe machen und diese idyllische, intakte Natur am nördlichen Ortsausgang Kenzingens zu betrachten und sich dann die Bebauung, bzw. Vernichtung der Flächen vorstellen.  

Ist die Wohnungsnot wirklich so groß, oder sind die Zinsen zu niedrig und Kapital muss gewinnbringend investiert werden, koste es was es wolle?

Ein paar wenige Eigentümer, Investoren und Planer werden sehr viel Geld verdienen, die Allgemeinheit zahlt die Zeche und wie immer bleibt die Natur auf der Strecke.

Es bleibt zu wünschen, dass die Befürworter und Entscheidungsträger dieser beiden Projekte darüber nachdenken, was den nächsten Generationen noch bleibt, außer die Vergehen dieser unserer Generation zu beseitigen.  

Mehr Informationen:

Stadt Kenzingen: Bebauungsplan Wohnmobilstellplatz

Gemeindeverwaltungsverband Kenzingen-Herbolzheim: Flächennutzungsplanänderung Bereich „Wohnmobilstellplatz“

Badische Zeitung Juli 2019: Ein Parkplatz für 55 Wohnmobile beschäftigt den Kenzinger Gemeinderat erneut.

Badische Zeitung Dezember 2019: Stellplatz statt Grünfläche

Badische Zeitung Juli 2021: Kenzingen will einen Wohnmobilstellplatz für 56 Wohnmobile schaffen

Spendenaufruf – jetzt langt’s

Liebe Freunde und Mitglieder der BI jetzt langt‘s,

noch hat das Corona Virus unseren Alltag fest im Griff, einzelne Silberstreifen scheinen sich am Horizont zu zeigen. 

Anscheinend liegt alles erst mal „auf Eis“, die vom Virus erzwungene „Auszeit“ kann aber auch genutzt werden, um im Hintergrund, in aller Unaufgeregtheit und Ruhe, begonnene Pläne zu realisieren.

Wenn man den Aussagen des Parkbetreibers aufmerksam zuhört, ist immer wieder die Seilbahn ein Thema, werden immer wieder deren vermeintlichen Vorzüge herausgestellt, und scheibchenweise an die Öffentlichkeit weitergegeben.

Irgendwann kann man dann ja sagen: „Ihr habt‘s ja gewusst, wir haben Euch ja informiert, wir haben ja nie einen Hehl daraus gemacht, dass dies unsere Pläne sind, wieso also die Überraschung, dass die Seilbahn jetzt Realität wird?“

Wurde das Projekt des EP bisher immer als „Verkehrsinfrastrukturprojekt“ verkauft, so kommen die jüngsten Äußerungen gegenüber einem Pressevertreter, der Wahrheit schon näher: „Wie toll und einmalig wäre eine Fahrt mit einer Seilbahn über ein einmalig schönes Naturschutzgebiet, welche den badischen mit dem elsässischen Teil des Europa Parks verbindet.“

Natürlich alles so, dass die Natur davon unberührt bleibt.

Um für „the day after tomorrow“ gerüstet zu sein, werden wir alle Hebel in Bewegung setzen, diese Pläne zu verhindern.

Da hierzu auch manchmal finanzielle Mittel nötig sind, bitten wir um Spenden. 

Die Spenden sind steuerlich nicht absetzbar, es müssen ja auch nicht gleich 1.000.-Euro sein, wir sind aber auch um jeden kleineren Betrag froh!

Hier geht es zur Spendenseite.

Leserbrief zum Artikel „Bund könnte Seilbahn zahlen“ vom 16.02.2021

Axel Moser, Herbolzheim

Lahrer-Zeitung.de

Herbolzheim (amo).

B 3-Umfahrung, Autobahn- und Rheintalbahn-Ausbau – das waren die Themen eines digitalen Austauschs der CDU Kippenheim am Montagabend. Dazu kam das mögliche Seilbahn-Projekt in Rust, mit einer ganz neuen Perspektive.

Seit Wochen, ja Monaten hat sich in Zeiten der Pandemie und dem damit einhergehenden Lockdown eine trügerische Ruhe zu den Plänen, eine Seilbahn im Naturschutzgebiet Taubergießen zu bauen, eingeschlichen.

Bund könnte Seilbahn zahlen

Lahrer-Zeitung.de

Am 15 Februar fand ein digitaler Austausch der CDU statt, an dem, neben der CDU-Landtagsabgeordneten Marion Gentges und der Kippenheimer CDU auch der Staatssekretär des Bundesministeriums für Vekehr und digtale Infrastruktur, Steffen Bilger, teilnahm. Im Zuge des Austauschs kam auch das derzeit stillgelegte geplante Seilbahnprojekt des Europapark Rust zur Sprache, für das Herr Bilger eine Förderung durch den Bund von bis zu 75% in Aussicht stellte.

Den vollständigen Artikel finden Sie unter https://www.lahrer-zeitung.de/inhalt.kippenheim-bund-koennte-seilbahn-zahlen.43c88ead-8628-458e-bd0e-28dd5fd4c191.html

Corona macht Europa-Park leiser

Lahrer Zeitung

Nach längerer, coronabedingter Pause hat sich das Organisationsteam der Bürgerinitiative „Jetzt langt´s“ am vergangenen Dienstag zum ersten Mal wieder getroffen.

Die Initiative, die sich für den Erhalt unserer lebenswerten Region stark macht, sieht vor allem den Expansionsdrang des Europaparks mit allen dazugehörenden Folgen sehr kritisch.

Die „Lahrer Zeitung“ hat unsere Presse-Mitteilung zum Anlaß für ein kurzes Telefon-Interview genommen und anschließend diesen Bericht veröffentlicht:

https://www.lahrer-zeitung.de/inhalt.rust-corona-macht-europa-park-leiser.806b5d53-76fa-48db-ada7-2bdbabe78d59.html

Endgültiges Aus für Seilbahnprojekt würde Planungskosten sparen

Leserbrief

Robert Krais, Ettenheim

Ettenheimer Stadtanzeiger

Ettenheim (rkr).

Seit 7. Januar korrespondiert der Kreisverband Ortenau der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) mit der Regierungspräsidentin Dr. Schäfer wegen des geplanten Seilbahnprojektes des privat betriebenen Europaparks mitten durch das Naturschutzgebiet Taubergießen, in dem schon jetzt durch die Coronalage bedingt „unglaubliche Zustände“ herrschen (s. WOZ v. 30.7.).

„Endgültiges Aus für Seilbahnprojekt würde Planungskosten sparen“ weiterlesen

Unsere Meinung

zum Großprojekt „Feriendorf bei Dieboldsheim (Elsass)“ und Tiefbrunnen Kappel-Grafenhausen

Nach dem Treffen der Vertreter der Bürgerinitiative „Jetzt langt‘s“ mit den Vertretern des Europa-Parks sowie dem Bürgermeister der Gemeinde Rust im Januar diesen Jahres teilt die Bürgerinitiative nach den neuerlichen Vorhaben des Freizeitparkes folgendes mit:

Ungeachtet der Beteuerungen der Vertreter des Europa-Parks künftige Projekte maßvoll, nachhaltig und für die Bewohner der Region in akzeptablem Rahmen zu gestalten, zeigen die Betreiber des Parks hierfür keinerlei Verständnis.

Rücksichtslos werden weitere Großprojekte unserer Heimat, der Umwelt und unseren Ressourcen Wasser, Luft und Erde zugemutet.

„Unsere Meinung“ weiterlesen

Die Expansionslust der Europapark-Betreiber kennt keine Grenzen.

Leserbrief

Susanne Glaubitz, Freiburg

BADISCHE ZEITUNG

Jetzt wird im Elsass ein neues 205 Fußballfelder großes Projekt geplant, natürlich mit entsprechendem Verkehrsanschluss. Das heißt: weiter steigender Verkehr in dieser Region.

Für einige eine gewinnbringende Investition, die aber auf Kosten eines wertvollen Gutes gemacht wird, das uns allen gehört: der Natur. Nicht nur Ackerflächen verschwinden und machen regionales Einkaufen immer schwerer. Auch unsere Kinder sollten sich in freier Natur bewegen, auf Bäume klettern, Pflanzen und Tiere entdecken können.

Erlebnisse werden in Wald und Feld kostenlos geliefert, man braucht dazu keinen Park,wo man für teures Geld eine Unterhaltungsmaschine nach der andern konsumiert.

Wann finden Kommunalpolitiker endlich den Mut, sich solch unsinnigem Flächenverbrauch entgegenzustellen?

Erstes Gespräch mit dem Europa-Park hat stattgefunden

Am Dienstag, den 28. Januar 2020, hat um 17 Uhr auf Einladung des Europa-Parks ein erstes Treffen mit Vertretern der Bürgerinitiative „Jetzt langt’s“ im Colosseo stattgefunden. Ebenfalls vertreten war die Gemeinde Rust durch Bürgermeister Kai-Achim Klare.

Nach einer Vorstellungsrunde haben wir – die Vertreter von Jetzt langt’s – die Gelegenheit bekommen, unsere Themen darzustellen:

  • die Vision einer Seilbahn durch das Taubergießen
  • der Lärm für Anwohner in unmittelbarer Nähe zum Europa-Park sowie in Wohngebieten mit hohem Anteil an Ferienwohnungen
  • das Verkehrsaufkommen im Allgemeinen sowie an besucherstarken Tagen im Besonderen
  • der Wasser-Verbrauch von Europa-Park, Rulantica sowie der Hotels
  • der Flächenverbrauch in der Region, vor Allem im Gebiet von Rust und Ringsheim
  • die Parkplatzsituation an besucherstarken Tagen, vor Allem in unmittelbarer Nähe zum Naturschutzgebiet
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