Erste gemeinsame Aktion mit „Le chaudron des alternatives“

Eine 7-köpfige Abordnung der Bürgerinitiative „Jetzt Langt’s“ traf sich am 06.11.21 zu einer ersten gemeinsam koordinierten Aktion mit dem französischen Kollektiv „Le chaudron des alternatives“. Ziel der Aktion war, gezielt Menschen auf den ungebremsten und rücksichtslosen Expansionsdrang des Europa-Park auf beiden Seiten des Rheins aufmerksam zu machen und unseren Unmut und Widerstand dagegen zu demonstrieren. Gäste einer zweitägigen Schiffskreuzfahrer von Straßburg nach Breisach mit einem Tagesausflug in den Europa-Park waren die Zielpersonen. Zu diesem Zweck empfingen Mitglieder von „Le chaudron des alternatives“ an der Schiffsanlegestelle in Straßburg die Gäste bei Reiseantritt am 05.11. mit Bannern und Infomaterial, während die Mitglieder der BI „Jetzt Langt’s“ dasselbe am 06.11. in Breisach bei Aufbruch der Gäste in den Europa-Park taten. 

Die Kooperation mit den französischen Kollegen ist noch neu, daher wurde der Rahmen für diese erste gemeinsame Aktion absichtlich klein gewählt um Erfahrung zu sammeln und sich auch gegenseitig die Solidarität zu zeigen. Weitere Aktionen werden sicher folgen. Man darf gespannt sein. 

BI „Jetzt Langt’s“

Leserbrief „Multimedia-Entwicklungszentrum“

Leserbrief zum Artikel in der Badischen Zeitung vom 16.9. „Europa-Park-Betreiber will Kreativcampus im Elsass bauen“

Multimedia-Entwicklungszentrum

Zum neuesten Expansionsvorhaben des Europa-Park-Tochterunternehmens Mack Next im Elsass stellen sich mir einige Fragen. Auch die Eigentümer des Europa-Park bekommen, wie wir alle, sicherlich mit, dass die Veränderungen und die Bedrohungen durch den Klimawandel an allen Ecken sichtbar werden. Das Thema steht auch im derzeitigen Wahlkampf bei allen Parteien – außer der AfD – an vorderster Stelle. Dass es nicht ein „Weiter so“, gerade auch beim ungezügelten Flächenverbrauch und bei sensiblen Flächen geben kann, ist fast beim Letzten angekommen.

Angesichts der Pläne im Elsass, bei denen das Multimedia-Entwicklungszentrum nur eines von mehreren des  Mack-Unternehmens ist, frage ich mich sehr ernsthaft, ob man hier die Klimadebatte nicht wahrnimmt. Muss es immer noch ein Mehr, Weiter, Größer geben, egal welche Schäden das letztendlich anrichtet? Wenn man zum aktuellen Vorhaben einmal die Begründung liest: Plobsheim sei wegen seiner idyllischen! Lage und des nahen Golfplatzes gewählt worden – eine Umgebung, die für kreative Entwicklungen nötig sei. Ist diese Einstellung nicht im höchsten Maße dekadent und arrogant gegenüber den Menschen, die für sich alle möglichen Maßnahmen ergreifen, um z. B. ihren ökologischen Fußabdruck so niedrig wie möglich zu halten? 

Die EUROPA-PARK Gründer Mack kommen doch aus sehr geerdeten bodenständigen Verhältnissen und aus einer Region, deren Einzigartigkeit und Schönheit nicht durch unnötige Eingriffe zerstört werden sollte. Das Elsass gehört genauso dazu. Ich glaube ganz persönlich: Hier gehen Maß und Orientierung verloren. Führen die aktuellen und künftigen Herausforderungen im Hinblick auf die Klimakrise bei den Entwicklern solcher Pläne nicht zu der Einsicht, einen Gang runterschalten zu müssen? Und wenn es die „Kleinen“ tun, dann sollten die „Großen“ allemal als Vorbild vorangehen. Es kann nicht ein „Weiter so“ geben – auch nicht für den EUROPA-PARK und seine ständige Expansion. Wenn man doch international schon zu den Großen zählt, kann man nicht mal mit dem Erreichten weitestgehend zufrieden sein und kleinere Brötchen backen? Wie wäre es denn, sich mit weiteren Vorhaben auf das PARK-Gelände zu beschränken. Was für Städte und Gemeinden wegen des Landverbrauchs in Zukunft immer mehr gilt, nämlich „Verdichtung“, warum soll sich das nicht auch auf den EUROPA-PARK erstrecken? Wäre der Bau eines Multimedia-Entwicklungszentrums dort nicht denkbar? Und muss nochmal und nochmal ein Hotelkomplex gebaut werden? Ich erinnere mich an ein Interview mit Thomas Middelhoff, der gesagt hat, dass er in seiner Blase nicht mehr mitbekommen hat, was um ihn herum passiert. Liegen die Dinge hier vielleicht ähnlich?

Die Betreiber des Parks haben es im Tagesgeschäft hauptsächlich mit Kindern zu tun. Sehen gerade sie nicht, dass die noch eine Zukunft vor sich haben sollten, in der sie nicht durch gehäufte Wetterextreme, deren Schadensbehebung übrigens irgendwann nicht mehr finanzierbar ist, bedroht werden? Kommende Generationen haben ebenso einen berechtigten Anspruch auf Lebensqualität. Die Familie Mack alleine kann das Klima selbstverständlich nicht retten und es sollte sich natürlich niemand von außen anmaßen, am Geschäftsmodell von Unternehmern Einfluss zu nehmen. Hinterfragen und Kritik üben aber darf man schon. Und gerade der EUROPA-PARK sieht sich als Vorbildunternehmen. Hat er damit nicht auch eine gesellschaftliche Verantwortung bei Zukunftsfragen, die nicht nur sein eigenes Fortkommen angehen, sondern die viel weitreichender sind?

Ich würde mir wünschen, dass für den Spaß, und den will keiner jemandem madig machen oder gar wegnehmen, nicht noch wichtigere entscheidendere Dinge geopfert werden. Mit einer guten Werbestrategie könnten Kommunikations- und Public Relations-Spezialisten des Unternehmens EUROPA-PARK so ein „Slow Down“ zugunsten einer neuen umweltverträglichen Ausrichtung sogar super vermarkten. Im Sinne von Vorbild sein.

Heidi Wallmach-Jakob


Badische Zeitung vom 16.09.2021 – Europa-Park-Betreiber will Kreativcampus im Elsass bauen – Kritiker bangen um Natur

Badische Zeitung vom 10.09.2021 – Elsässer Umweltschützer kritisieren ein Bauvorhaben von Mack Next

Badische Zeitung vom 19.02.2020 – Mack investiert in Studio für digitales Design im Elsass

Badische Zeitung vom 08.04.2021 – Die Firma Mack Next will sich in Plobsheim im Elsass ansiedeln

Treffen der Bürgerinitiativen „Le chaudron des alternatives“ und „Jetzt langt’s“

           

Am Mittwoch 06.10. trafen sich Vertreter der beiden Bürgerinitiativen „Le chaudron des alternatives“ aus dem Elsass und „Jetzt langt’s“ von der badischen Seite zu einem ersten Kennenlernen in Séléstat.

Die Anliegen der beiden Interessengruppen sind nahezu deckungsgleich. Die Vertreter beider BI’s sind sich einig, dass der Bau des geplanten „Europa Vallée“ auf einer Fläche von bis zu 150 ha im elsässischen Diebolsheim mit allen Mitteln verhindert werden muss. 

Durch die Umsetzung dieses Projekts würde nicht nur wichtige landwirtschaftliche Nutzflächen unwiederbringlich vernichtet und die Landwirte vor Ort um ihre Existenz gebracht, man will damit auch Fakten schaffen. Die Verkehrsbelastung im Grenzverkehr wird in Folge stark anwachsen. Der Bau einer Seilbahn über das Naturschutzgebiet Taubergießen wird dann in den Augen der Projektverantwortlichen die logische und notwendige Konsequenz sein. Ein Projekt der Profitgier und Naturzerstörung unter dem Deckmantel der deutsch-französischen Freundschaft. Eben dieses Naturschutzgebiet ist nämlich bereits ein Projekt echter deutsch-französischer Freundschaft, wie es kein wertvolleres und schützenswerteres geben könnte. 

Der einhellige Beschluss des Abends war, sich von nun an grenzübergreifend zu vernetzen, um Informationen auszutauschen und gezielte Aktionen gemeinsam zu koordinieren.

Jetzt Langt’s und Le Chaudron des Alternatives, Bürgerinitiativen


Leserbrief: „Es wird nie genug sein“

Leserbrief zum Artikel in der Badischen Zeitung vom 17.9. „ Tourismus soll gestärkt werden“

Es wird nie genug sein

Mit einer zusätzlichen Marketingoffensive wollen die Bürgermeister der in der „Erlebnisregion Europa Park“ eingemeindeten Kommunen, dem Tourismus zusätzlich Schub verleihen.

Wohlgemerkt, nicht der Ortenau, dem Breisgau oder dem Hochschwarzwald sollen die gebündelten Initiativen zu gute kommen, sondern der „Erlebnisregion Europapark“, vermutlich wird man in Kürze auch die Region „Südbaden“ in „ Mackgau“ umbenennen!

Als ob die Tentakel des Europa Parks nicht schon längst alle Regionen zwischen Offenburg und Freiburg erreicht hätten, ist man der Meinung, dass es längst nicht genug sei.

Gemäß dem Motto: „ In der Zitrone ist noch Saft, also lasst uns die letzten Tropfen noch auspressen“,will man dem bereits vorhandenen Massentourismus, nun endgültig „ die Zügel schießen „ lassen.

Wie viele Hotels, Pensionen und Fremdenzimmer gibt es außerhalb des Europa Parks bereits in Rust, es müssen Hunderte sein!

In Ettenheim, insbesondere auch in Ringsheim, wachsen neue Hotels, neue Pensionen, neue Ferienhauskomplexe quasi über Nacht aus dem Boden!

Dazu kommt die ohnehin, angeblich grassierende „Wohnungsnot“, welches unsere zumeist bauwütigen Bürgermeister veranlasst, ein neues Baugebiet nach dem anderen zu erschließen, siehe jüngst Rheinhausen, der „ Hauptstadt der Baukräne“

Lesen kann man in dem Bericht nichts über Naturschutz (rudimentär ist ja noch ein bisschen was da) nichts über Klimaschutz, nichts über Luftverschmutzung und vor allem: nichts über das Recht der hier lebenden Einwohner nach einem lebenswerten Leben, also dem „Menschenschutz“.

Bereits jetzt herrscht Vielfältiger Mangel an fast allen Ressourcen, welche dieser schöne, einzigartige Planet uns zu Verfügung gestellt hat, aber unser Wohlstand reicht noch nicht, er wird nie reichen!

So werden wir lächelnd ( oder grinsend?) wie die Bürgermeister auf dem Foto in der BZ, unserem schnellen Ende entgegengehen, voll Glauben an einen angeblichen Fortschritt,( also ans Geld!) und unverantwortlich gegenüber künftiger Generationen!

Axel Moser

Brief an den Regionalverband Südlicher Oberrhein – Fortschreibung des Regionalplanes

Unser Brief an den Brief an den Regionalverband Südlicher Oberrhein zur Fortschreibung des Regionalplanes

Sehr geehrter Herr Neideck,

unsere Bürgerinitiative besteht aus einigen hundert Mitgliedern aller Altersklassen und aller Bevölkerungsschichten. Wir sind politisch unabhängig und keiner Organisation angeschlossen.

Die Gesamtfortschreibung des Regionalplanes aus dem Jahre 2017 hatte zum Ziel, die
„zunehmenden Raumnutzungskonflikte zwischen Siedlungs – und Verkehrsentwicklung einerseits und Landwirtschaft und Naturschutz andererseits, in Einklang zu bringen.“

Nun, 4 Jahre später, halten wir das ursprüngliche Ziel, eine gewisse Ausgewogenheit herzustellen, augenscheinlich für verfehlt!
Wir anerkennen die Bemühungen des Regionalverbandes, sehen aber eine Übergewichtung wirtschaftlicher Interessen zu Ungunsten der Schutzgüter Boden, Wasser, Natur und Landwirtschaft.

Der Flächenverbrauch hat infolge vieler Fortschreibungen von Flächennutzungsplänen exponentiell zugenommen!
So ist zwischen Freiburg und Offenburg eine nahezu zusammenhängende Siedlungsfläche entstanden mit einem minimalen Anteil nicht versiegelter Fläche.

Sollte dieser Entwicklung nicht Einhalt geboten werden, so ist binnen 10 Jahren die letzte Freifläche im Rheintal verschwunden!

Als Präzedenzfall einer ausufernden Entwicklung und als Beispiel, wie sehr wirtschaftliche Belange allen anderen vorgezogen werden, kann der Europa Park in der Ortenau genannt werden, dessen Expansion von den Genehmigungsbehörden in quasi „ vorauseilendem Gehorsam“, wenn nicht gerade unterstützt, so doch zumindest nicht verhindert wird.

Weiterer Flächenverbrauch für die Freizeitindustrie, für Hotels und Ferienwohnung bei gleichzeitiger Reduzierung wertvoller landwirtschaftlicher Flächen ist in höchstem Maße unverantwortlich!

Wir erwarten von den Entscheidungsträgern, in deren Händen unser zukünftiges Schicksal liegt, endlich anzuerkennen, dass ein unbegrenztes Wachstum unmöglich ist, ohne dabei die menschliche Lebensgrundlage und deren elementare Bedürfnisse zu zerstören!

Ein weiteres Bevölkerungswachstum in unserer Region verstärkt den Konflikt zwischen Mensch und Natur weiter.

Den Boden- und Immobilienspekulanten, welche an der Situation mitschuldig sind, muss die Grundlage entzogen werden!

Die Unternehmen und Industrien müssen in strukturschwache Regionen Deutschlands expandieren. Die Industrie muss zu den Menschen, nicht die Menschen zur Industrie. Dadurch entsteht ein zunehmendes Ungleichgewicht!

Geschätzter Herr Neideck, es gibt durchaus auch in Baden- Württemberg deutliche Stimmen prominenter Politiker und Bürgermeister, dass Wachstum seine Grenzen hat, bzw. kontrolliert und gebremst werden muss.
Davon haben wir hier im Rheintal noch nichts vernommen!

Wir erwarten seitens des Regionalverbandes eine Stellungnahme zu diesen Themen. Ein Moratorium zu diesen Themen ist unserer Meinung nach längst überfällig.

Es wird der Bevölkerung derzeit suggeriert, dass die wirtschaftlichen Bedingungen und der Wohlstand so bleiben könnten wie bisher, bei gleichzeitiger Rettung von Umwelt und Klima.

Dies entspricht in etwa der „Quadratur des Kreises“. Hier wünschen wir uns von den Mitgliedern des Regionalverbandes mehr konstruktiven Austausch. Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung.

Mit freundlichen Grüßen

i.A. Axel Moser

Sitzung der BI „Jetzt langt´s“

Nach längerer, coronabedingter Pause hat sich das Organisationsteam der Bürgerinitiative „Jetzt langt´s“ zum ersten Mal seit August vergangenen Jahres wieder getroffen. Bei der Versammlung am 8.7. im Anglerheim in Oberhausen waren neben 18 Mitgliedern der BI auch der ehemalige Geschäftsführer des BUND, Axel Mayer, anwesend. 

Die Initiative, die sich für den Erhalt unserer lebenswerten Region stark macht, sieht vor allem den Expansionsdrang des Europaparks mit seinen zum Teil fatalen Folgen für die Natur sehr kritisch. Auslöser für die Gründung der Bürgerinitiative war das Bekanntwerden von Plänen des Vergnügungsparks, eine Seilbahn über das Naturschutzgebiet Taubergießen ins benachbarte Elsass  bauen zu wollen. Im Mittelpunkt der aktuellen Sitzung stand daher auch die Fragestellung, wie dieses Projekt verhindert werden kann.

Axel Mayer konnte hier durchaus Hoffnung machen mit dem Verweis auf die ebenfalls ablehnende Haltung sowohl des BUND als auch des NABU und der elsässischen Organisation „Alsace nature“. Wichtig wäre seiner Meinung nach die Vernetzung der Gruppierungen, um dem Protest mehr Gewicht zu verleihen. 

Um darüber hinaus der fortschreitenden Zerstörung unserer Lebensgrundlagen durch Landschaftszersiedelung entgegen zu wirken, haben die Vertreter der BI beschlossen, den Regionalverband Südlicher Oberrhein aufzufordern, seiner Verantwortung künftigen Generationen gegenüber nachzukommen und bei seinen Raumplanungen wirtschaftliche Interessen nicht mehr über ökologische Notwendigkeiten zu stellen. Die Region ist an den Grenzen ihres Wachstums angelangt.

Wer sich über die rund 300 Mitglieder zählende Bürgerinitiative informieren oder ihr beitreten möchte, findet alles Wichtige auf der Seite www.jetztlangts.org .   

Leserbrief: Flächenverbrauch in Kenzingen

Nachdem der Zuzug in unsere Region ungezügelt voran geht, obwohl Baden-Württemberg mit ca.320 Einwohnern/qm eines der dichtbesiedelsten Bundesländer ist, geht auch das Erschließen neuer Wohnsiedlungen und Gewerbegebiete unvermindert weiter.

Im Vergleich dazu, hat Bayern eine aktuelle Bevölkerungsdichte von 186 Einwohnern/qm, Sachsen-Anhalt 107 EW/qm und Mecklenburg-Vorpommern 69EW/qm!

Das Grundgesetz der BRD, Artikel 72, spricht von der „Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse im Bundesgebiet“ .

Hier wäre der Bund, die Regierung verpflichtet einzugreifen, Sie tut es aber nicht!

Anstatt die „Global agierende Wirtschaft“ dorthin geht, wo die Menschen Ihre Heimat aber keine Arbeitsplätze haben, wird den hier angestammten Bürgern Ihre Heimat zubetoniert!

Mit der Umwidmung oder dem Neubau von Hotels oder Ferienwohnungen, wird den Wohnungssuchenden Wohnraum entzogen, gleichzeitig geht das „Wettrennen auf der grünen Wiese“ weiter.

Darauf bezieht sich auch der nachfolgende Beitrag unserer Mitglieder Stafan Rieder und Theo Maurer:

Heuchlerei oder Ignoranz?

Am 10.März 2021 kam die Meldung, dass die Stadt Kenzingen dem Klimaschutzpakt des Landes beitritt. Bürgermeister Guderjan wurde in der BZ mit folgenden Worten zitiert: Die Unterstützung des Klimaschutzpaktes unterstreicht, dass die Stadt Kenzingen beim Klimaschutz aktiv ist.

Nur zwei Monate später, beschließt die Stadt Kenzingen zwei wertvolle Ökologische Flächen, die nicht nur für den Klimaschutz bedeutend sind zu vernichten. 

Eine Wiese, die einst zum Elzwiesenwässerungssystem gehörte, der Stadt und den Bürgern zur Versorgung diente und heute zu einem wertvollen Biotop neben einem Industriegebiet geworden ist. Gemeinderäte führten an, dass die triste Außenfläche eine optische Aufwertung erfahren würde. Dieses Biotop ist bereits von der Natur gestaltet und benötigt keinerlei optische Aufwertung durch Beton, Teer oder sonstiger architektonischer Eingriffe.

Mit Wohnmobilen versuchen Menschen der Natur nahe zu kommen und sie zu erleben. Merkwürdig nur, dass in Kenzingen dafür Natur vernichtet werden muss. Und das nur, weil man sich erhofft, dass die dort parkenden Personen evtl. zu Fuß in die Innenstadt gehen werden um dort in Geschäften einzukaufen, die doch größtenteils gar nicht mehr existieren.   

Flächenverbrauch und kein Ende in Sicht. Der Pfannenstiel, es sollte sich jeder die Mühe machen und diese idyllische, intakte Natur am nördlichen Ortsausgang Kenzingens zu betrachten und sich dann die Bebauung, bzw. Vernichtung der Flächen vorstellen.  

Ist die Wohnungsnot wirklich so groß, oder sind die Zinsen zu niedrig und Kapital muss gewinnbringend investiert werden, koste es was es wolle?

Ein paar wenige Eigentümer, Investoren und Planer werden sehr viel Geld verdienen, die Allgemeinheit zahlt die Zeche und wie immer bleibt die Natur auf der Strecke.

Es bleibt zu wünschen, dass die Befürworter und Entscheidungsträger dieser beiden Projekte darüber nachdenken, was den nächsten Generationen noch bleibt, außer die Vergehen dieser unserer Generation zu beseitigen.  

Mehr Informationen:

Stadt Kenzingen: Bebauungsplan Wohnmobilstellplatz

Gemeindeverwaltungsverband Kenzingen-Herbolzheim: Flächennutzungsplanänderung Bereich „Wohnmobilstellplatz“

Badische Zeitung Juli 2019: Ein Parkplatz für 55 Wohnmobile beschäftigt den Kenzinger Gemeinderat erneut.

Badische Zeitung Dezember 2019: Stellplatz statt Grünfläche

Badische Zeitung Juli 2021: Kenzingen will einen Wohnmobilstellplatz für 56 Wohnmobile schaffen

Spendenaufruf – jetzt langt’s

Liebe Freunde und Mitglieder der BI jetzt langt‘s,

noch hat das Corona Virus unseren Alltag fest im Griff, einzelne Silberstreifen scheinen sich am Horizont zu zeigen. 

Anscheinend liegt alles erst mal „auf Eis“, die vom Virus erzwungene „Auszeit“ kann aber auch genutzt werden, um im Hintergrund, in aller Unaufgeregtheit und Ruhe, begonnene Pläne zu realisieren.

Wenn man den Aussagen des Parkbetreibers aufmerksam zuhört, ist immer wieder die Seilbahn ein Thema, werden immer wieder deren vermeintlichen Vorzüge herausgestellt, und scheibchenweise an die Öffentlichkeit weitergegeben.

Irgendwann kann man dann ja sagen: „Ihr habt‘s ja gewusst, wir haben Euch ja informiert, wir haben ja nie einen Hehl daraus gemacht, dass dies unsere Pläne sind, wieso also die Überraschung, dass die Seilbahn jetzt Realität wird?“

Wurde das Projekt des EP bisher immer als „Verkehrsinfrastrukturprojekt“ verkauft, so kommen die jüngsten Äußerungen gegenüber einem Pressevertreter, der Wahrheit schon näher: „Wie toll und einmalig wäre eine Fahrt mit einer Seilbahn über ein einmalig schönes Naturschutzgebiet, welche den badischen mit dem elsässischen Teil des Europa Parks verbindet.“

Natürlich alles so, dass die Natur davon unberührt bleibt.

Um für „the day after tomorrow“ gerüstet zu sein, werden wir alle Hebel in Bewegung setzen, diese Pläne zu verhindern.

Da hierzu auch manchmal finanzielle Mittel nötig sind, bitten wir um Spenden. 

Die Spenden sind steuerlich nicht absetzbar, es müssen ja auch nicht gleich 1.000.-Euro sein, wir sind aber auch um jeden kleineren Betrag froh!

Hier geht es zur Spendenseite.

Leserbrief zum Artikel „Bund könnte Seilbahn zahlen“ vom 16.02.2021

Axel Moser, Herbolzheim

Lahrer-Zeitung.de

Herbolzheim (amo).

B 3-Umfahrung, Autobahn- und Rheintalbahn-Ausbau – das waren die Themen eines digitalen Austauschs der CDU Kippenheim am Montagabend. Dazu kam das mögliche Seilbahn-Projekt in Rust, mit einer ganz neuen Perspektive.

Seit Wochen, ja Monaten hat sich in Zeiten der Pandemie und dem damit einhergehenden Lockdown eine trügerische Ruhe zu den Plänen, eine Seilbahn im Naturschutzgebiet Taubergießen zu bauen, eingeschlichen.

Bund könnte Seilbahn zahlen

Lahrer-Zeitung.de

Am 15 Februar fand ein digitaler Austausch der CDU statt, an dem, neben der CDU-Landtagsabgeordneten Marion Gentges und der Kippenheimer CDU auch der Staatssekretär des Bundesministeriums für Vekehr und digtale Infrastruktur, Steffen Bilger, teilnahm. Im Zuge des Austauschs kam auch das derzeit stillgelegte geplante Seilbahnprojekt des Europapark Rust zur Sprache, für das Herr Bilger eine Förderung durch den Bund von bis zu 75% in Aussicht stellte.

Den vollständigen Artikel finden Sie unter https://www.lahrer-zeitung.de/inhalt.kippenheim-bund-koennte-seilbahn-zahlen.43c88ead-8628-458e-bd0e-28dd5fd4c191.html